Ein Kunstfotograf - İbrahim Göksungur
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Yeryüzünün Yüzleri - Gesichter der Erde
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Eine Reportage mit dem Kunstfotografen İbrahim Göksungur
Reportage: Michèle Tengizman
Erzaehlen Sie uns über sich selbst...
Es faellt mir immer schwer, über mich Selbst zu sprechen aber ich werde es
versuchen.
Ich bin 1958 in Izmir geboren. Waehrend des Besuchs des Gymnasiums hatte ich
meine erste Amateurkamera bekommen und an einem Fotokurs teilgenommen. Dann
kamen die Studiumsjahre und hinterher das Berufsleben. Ich habe an der Universitaet
Ankara Politische Wissenschaften studiert. Nach dem Abitur habe ich bei der
İş Bank in der Inspektionskommission und anschliessend lange Jahre bei der ABN
AMRO Bank in Istanbul gearbeitet. Waehrend all dieser Jahre hatte die Fotografie
einen wichtigen Platz in meinem Leben. "Yolculuk - Reise" war meine
erste Diavorführung im Jahre 1995.
In den folgenden Jahren kamen weitere Diavorführungen wie "Om Mani Padme
Hum", "Altin Yoksulluk - Goldene Armut", "Gizemli Kita Hindistan
- Geheimnisvoller Kontinent Indien".
Meine Artikel und Aufnahmen wurden in verschiedenen Zeitschriften publiziert.
Seit 2 Jahren habe ich mit dem Bankwesen nichts mehr zu tun. Ich schreibe Reiseberichten
mit eigenen Aufnahmen für Zeitschriften, unterrichte Fotografie und mache Aufnahmen
in verschiedenen Laendern.
Meine erste Einzelausstellung ist "Yeryüzünün Yüzleri - Gesichter der Erde".
Welche Themen sind beim Fotografieren für Sie anziehend?
Der Mensch, der Mensch und wieder der Mensch... Unterschiedliche Kulturen,
Lebensarten, unterschiedliche Erscheinungen des Menschenwachstums in verschiedenen
geographischen Landschaften der Welt... Es interessiert mich auch sehr, dass
ein alkoholisches Getraenk in Mexiko aus einer Pflanze gewonnen wird, dagegen
in Vietnam aus Reis produziert wird.
Oder die Frauen in Thailand, die als Schönheitssymbol Ringe um den Hals tragen,
die Menschen in Myanmar, die auf einer Bambusinsel Tomaten anpflanzen, die taeglichen
Zeremonien im goldenen Tempel für das Heilige Buch oder die Menschen in Guatemala,
die ihrer regionalen Gottheit Moşimo Geschenke aus Holz, Zigaretten und Alkohol
darbieten... Menschen, die unterschiedlich leben und aus verschiedenen Kulturen
stammen aber die gleichen Gefühle wie Liebe, Freundschaft, Kummer oder Glück
haben, erwecken mein Interesse und faszinieren mich. Meine Ausstellung "Yeryüzünün
Yüzleri - Gesichter der Erde" entstand als Folge dieses Interesse.
Sie unterrichten Fotografie. Wie ist die Annaeherung Ihrer Schüer zu Fotografie?
Viele kommen zu einem Fotokurs, um die bessere Benutzung und Anwendung des Fotoapparates zu lernen. Genau an diesem Punkt versuche ich meinen Schüern beizubringen, die Fotografie als eine visuelle Kunst zu betrachten. Ich erklaere die Regeln der visuellen Kompositionen, die Offensichtlichkeit der Fotografie und dass fotografieren etwas anderes ist, als nur zu "knipsen". Am Anfang wirken sie einbisschen veraengstigt, aber ich glaube letztendlich sind sie glücklich, einer Kunst so nahe zu stehen. Das ist eine starke Motivation.
Was können Sie über Fotografie und fotografieren in der Türkei sagen?
Wir haben Probleme damit die Fotografie als eine Kunstdisziplin zu akzeptieren, vielleicht darum, weil fotografieren als eine leichte Arbeit angesehen wird. Eigentlich ist diese Einstellung weltweit gleich, aber dieses Vorurteil ist in der Türkei mehr verbreitet. Man übersieht, dass Fotografie eine Kunst und nicht nur ein Knopfdruck ist. Man braucht eine aesthetische Spannung, eine eigene Sichtweise und visuelle Erfahrung. Ich habe waehrend meiner Ausstellung ein Beispiel für dieses Vorurteil erlebt, jemand war von meinen Aufnahmen sehr beeindruckt und begeistert. Ich sagte ihm, dass die Fotos verkauft werden. Seine Antwort war: "Ich haenge an meine Waenden nur Ölgemaelde"...
Haben Sie auch eine Web-Seite??
Meine Web-Seite www.goksungur.com wird bald fertig. Aber ich bin über die E-Mail Adresse ibrahim@goksungur.com erreichbar.


